Oracle VM VirtualBox – ein Überblick (Teil 1)

Posted on 27. Juli 2012. Filed under: Allgemein, DOAG, Oracle VM, TrivadisContent, TVDBlog |

In den nächsten zwei Blogposts veröffentliche ich einen Artikel den Heiko Stein (etomer GmbH) und ich gemeinsam für die DOAG News geschrieben haben. Der Artikel soll dabei helfen einen schnellen Überblick über Oracle VM Virtual Box erhalten zu können. Aufgrund des Umfanges habe ich mich entschlossen den Artikel auf zwei Blogposts (Veröffentlichung jeweils Freitags) aufzuteilen …

Ein allgemeiner Überblick

Wer kennt das nicht – schnell mal ein Feature ausprobieren oder eine Umgebung zum Testen installieren. Benötigt man nicht zwingend eine hohe Performance und will womöglich noch unterwegs etwas arbeiten bleibt meist nur die Wahl nach einer Virtualisierungssoftware die auf einem Notebook installiert wird. Neben dem sicherlich bekannten VMware Workstation bietet Oracle eine für persönliche Zwecke sowie zu jeglicher Verwendung in Bildungseinrichtungen kostenfreie Lösung „VirtualBox“ an.

Das ursprünglich von der aus Weinstadt (Baden- Württemberg) stammenden Firma innotek GmbH entwickelte Produkt wurde erst von Sun Microsystems Inc. und letztendlich von Oracle übernommen.

Oracle VM VirtualBox (OVMVB) ist eine 32/64Bit Virtualisierungslösung auf „hosted hypervisor/type 2 hypervisor“ Basis. Daher benötigt OVMVB eine AMD/Intel Betriebssystemumgebung als Plattform zur Erzeugung von virtuellen Systemen (VM’s).

Unterstützte Host-OS:

  • Windows XP (32-bit)/Windows Server 2003
    (32-bit)/Windows Vista (32-bit und 64-bit)
  • Windows Server 2008 (32-bit und 64-bit)/Windows 7 (32-bit und 64-bit)
  • MAC OS X 10.5 (32-bit)/10.6 (32-bit und 64-bit)/10.7 (32-bit und 64-bit)
  • Linux (32-bit und 64-bit)
    • Ubuntu 6.06 – 11.04/Debian 3.1 – 6.0/OEL 4-6/RHEL 4-6/Fedora 4 – 15
    • Gentoo/SLES 9-11.4

Unterstützte Gast-OS (32/64-bit):

  • Windows NT 4.0/Windows 2000 / XP / Server 2003 / Vista / Server 2008/ Windows 7/DOS /Windows 3.x / 95 / 98 / ME
  • Linux 2.4.x (RHEL/SLES/Debian/Ubuntu/OEL/Fedora Core/…)
  • Linux 2.6.x (RHEL/SLES/Debian/Ubuntu/OEL/Fedora Core/…)
  • Oracle Solaris 10/OpenSolaris/Oracle Solaris Express
  • FreeBSD/OpenBSD
  • OS/2 Warp 4.5
  • Mac OS X Server

In der unter GPL (V.2) stehenden kostenfreien Variante hat Oracle einige Funktionalitäten in das sogenannte Oracle VM VirtualBox Extension Pack ausgegliedert. Wer also Unterstützung von USB 2.0 Geräten, VirtualBox RDP und PXE boot für Intel Netzwerkkarten benötigt muss bisher das entsprechende Paket nachträglich herunterladen, installieren und lizenzieren ! Vor einigen Wochen hat Oracle die Lizenzbedingungen dahingehend geändert das das Oracle VM VirtualBox Extension Pack nun ebenfalls in der PUEL (VirtualBox Personal Use and Evaluation License) für den privaten Gebrauch sowie für Produkt-Evaluationen kostenfrei eingesetzt werden kann (vergl. PUEL-Lizenzbedingungen: https://www.virtualbox.org/wiki/VirtualBox_PUEL).

Nach dem Download der Software (https://www.virtualbox.org/wiki/Downloads) erfolgt die Installation in wenigen Schritten

Mac OS X als Host

Bei der Verwendung von Mac OS X als Host
kann es vorkommen das die Installation oder das Update mit einem Fehler endet.

Die Lösung, auch wenn es komisch klingt, einfach den Rechner neu booten und direkt nach dem Reboot die Installation noch einmal wiederholen.

Installation und los…

Nach der Installation startet man VirtualBox und kann als nächstes direkt beginnen eine neue virtuelle Maschine zu erstellen.

Anschließend besteht die Möglichkeit die virtuelle Maschine zu klonen. Hier bietet VirtualBox zwei Varianten an:

  1. vollständiger Klon

Dabei wird eine komplette Kopie der virtuellen Maschine erstellt

  1. verknüpfter Klon

Im Unterschied zum vollständigen Klon wird die Festplatten der ursprünglichen VM verwendet, es wird lediglich ein Snapshot erzeugt der dann als Festplatte in der geklonten VM verwendet wird

Neben der Variante seine virtuellen Maschinen komplett zu selbst zu installieren stellt Oracle auch verschiedene VM`s zum Download zur Verfügung. Unter http://www.oracle.com/technetwork/community/developer-vm/index.html findet man virtuelle Maschinen basieren auf Oracle Linux oder Solaris. Zusätzlich sind dabei die unterschiedlichsten Produkte von Oracle zum Beispiel für Java Entwickler (Weblogic Server, Hudson, etc.), Datenbankadministratoren (Datenbank, SQL Developer, APEX, etc.) oder Systemadministratoren (Oracle VM Manager, Solaris, etc.) installiert. Diese fertigen VM`s bieten eine sehr schnelle Möglichkeit wenn man wie eingangs beschrieben zum Beispiel nur ein Feature ausprobieren möchte.


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Eine Antwort to “Oracle VM VirtualBox – ein Überblick (Teil 1)”

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Hallo Björn, als Ergänzung dazu erlaube ich mir den Hinweis auf die Möglichkeit auch VHD’s (Microsoft virtualisierte Disks) in der VM Box zu verwenden. Siehe hier: http://blog.trivadis.com/b/imsms/archive/2012/06/28/sharepoint-information-worker-demo-maschine.aspx


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